Forum OÖ Geschichte

SchlossgÀrten: Sehnsucht nach Arkadien


Wer als Adeliger etwas auf sich hielt, errichtete in der Renaissance Zier- und BaumgĂ€rten mit Tierparks fĂŒr Schaujagden und kleineren Menagerien mit exotischen Tieren, Teichen fĂŒr Fischfang oder Schildkrötenzucht, LusthĂ€usern und AussichtsplĂ€tzen, Wasserspielen mit Grotten, die durch Druckwasserleitungen versorgt wurden und oft einer im Erdgeschoss des Schlosses gelegenen „Sala terrena“ mit großen Fenstern zum Garten hin. BadehĂ€user im oder nahe des Gartens dienten als beliebte gesellschaftliche Treffpunkte. Der Garten bot als kleines „irdisches Paradies“ RĂŒckzug auf Zeit, aber auch Raum fĂŒr Festlichkeiten oder politische Verhandlungen.

Daneben bestanden die seit Beginn des Burgenbaus ĂŒblichen WirtschaftsgĂ€rten fĂŒr die Versorgung des adeligen Haushalts mit GemĂŒse, GewĂŒrzen und Obst.


Der Rundgang basiert auf der Dauerausstellung im Oö. Burgenmuseum Reichenstein in Tragwein, das am 21. April 2013 eröffnet wurde.

© 2018