Forum OÖ Geschichte

Die Blutberge der Hessen und der Rainer


Monte Cimone di Tolezza

Ein Bataillon des Rainerregimentes bezog im Juni 1916 das Gebiet um den Monte Cimone und war über ein Jahr dort in schwere, verlustreiche Kämpfe mit den Italienern verwickelt. Mehrmals wechselte die Spitze des Berges den Besitzer. Am 5. August wurde der Gipfel – nach einem erfolglosen Sprengversuch der Italiener – von österreichischen Mineuren gesprengt. Dabei fanden 1.137 Italiener den Tod, 500 gerieten in Gefangenschaft oder waren vermisst. Am 6. September 1917 wurde das Regiment vom Cimone abgelöst.

An der Italienfront wurden insgesamt 34 Gipfelsprengungen durchgeführt, der Großteil von Italiernern. Neben der Cimonesprengung war die des Col die Lanas durch die Italiener die verlustreichste (100 getötete Österreicher, 170 gefangen). Der Pasubio wurde je 5 mal von den Österreichern und von den Italienern gesprengt. Bei den meisten Sprengungen war die Wirkung eher bescheiden.

Monte San Gabriele
Das Hessenregiment war während der 11. Isonzoschlacht am Monte San Gabriele eingesetzt und konnte dort einen Durchbruch der Italiener in Richtung Triest verhindern. Die Kämpfe waren furchtbar und forderten vor allem durch den Artilleriebeschuss einen hohen Blutzoll.


Dokumentation zur Ausstellung "Vorchdorf im Ersten Weltkrieg" im Heimatmuseum Vorchdorf in der Museumssaison 2014 und 2015.

 

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