Forum OÖ Geschichte

Lipplmühle

Nach dem Krieg. Marchtrenk 1945-1955


Kappernstr. 16 (Kappern 16)
Heutiger Besitzer: Fam. Brunner


Diese Mühle, die ebenfalls schon 1788 erwähnt wurde, ist seit jeher im Besitz von Familie Brunner. Die Familie Brunner, die am 18. 06. 1898 die Mühle von Hr. Ignatz Brunner erwarb, stammte von der Wahlmühle ab. Der Mühle war auch eine Landwirtschaft angeschlossen, die heute noch betrieben wird.

In den Jahren 1808 und 1844 brannte die Mühle ab und wurde wieder neu aufgebaut. Auch die Wasserräder wurden erneuert.

Es waren 4 Wasserräder für die Mühle und 1 Wasserrad für den Stampf (siehe Artikel von der Gewürzmühle) in Betrieb. 1948 wurde die Anlage auf 1 großes Wasserrad umgebaut. Auch ein Generator und eine Transmission zum Futter- und Holzschneiden wurden mitbetrieben.

Es wurde alles gemahlen: Weiß- und Brotmehle, sowie Grieß. Die Mühle war Tag und Nacht in Betrieb.

Kunden waren bis zu 100 Mahlbauern von Oftering, Axberg, Hörsching und Marchtrenk. Der Mühlenbetrieb wurde 1968 eingestellt und 1970 das Mahlkontingent verkauft.

1981 wurde das Wasserrad abgebaut. Von der Grubmühle herauf wurde der Bach abgegraben und so eine Fallhöhe von 3,2 m erreicht. Mit einer Turbine samt Generator wird nun mehr Strom als früher erzeugt (Leistung ca. 90 kW).

In der ehemaligen Mühle befinden sich heute mehrere Wohneinheiten.

Autor: Hans Durstmüller, 1999


"Nach dem Krieg. Marchtrenk 1945-1955" - Dokumentation einer Ausstellung des Museumsvereins Marchtrenk - Welser Heide vom 11. bis 15. September 2015 im Volkshaus Marchtrenk.

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