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Sorgen um die Kriegsgefangenen nach Kriegsende


Die Bemühungen der provisorischen österreichischen Regierung um die österreichischen Kriegsgefangenen hatten keinen befriedigenden Erfolg, weil diese Regierung vom Alliierten Rat nicht voll anerkannt wurde.
Erst die aus den Novemberwahlen hervorgegangene Bundesregierung besaß die Legitimation, nun um internationale Hilfe zu ersuchen. So setzten in den letzten Wochen des Jahres 1945 neben einer ungeordneten Rückkehr der Kriegsgefangenen auch die geregelten Rückführungen ein.

Der neue Innenminister Oskar Helmer gab am 16. Jänner 1946 im Nationalrat die Bildung eines "Komitees für Kriegsgefangenenhilfe" unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Figl bekannt. Eine grundsätzliche Lösung konnte voerst nicht erreicht werden, die Bundesregierung erhielt aber die Zusicherung, dass man den Österreichern gegenüber den Deutschen den Vorzug einräumen werde.

Eine Rückführung von Kriegsgefangenen aus den Lagern der westlichen Alliierten in die russische Besatzungszone fand zunächst nicht statt.

 

Autor: Kurt Cerwenka


Dokumentation zur Ausstellung "Heimkehrer 1947" von Konsulent Kurt Cerwenka im Landeskulturzentrum Ursulinenhof, 2007.

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