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Die letzten Heimkehrer


Am 6. November 1953 genehmigte der Alliierte Rat eine Amnestie (Nationalsozialisten betreffend) für die Spätheimkehrer ...
55 Spätheimkehrer trafen am 28. Dezember 1954 in Wien ein. Ab 1955 kehrten vorwiegend Zivilverurteilte aus der sowjetischen Gefangenschaft zurück.

Im Sommer 1955 wurden die Auswirkungen der Moskauer Verhandlungen endlich spürbar: Der erste größere Heimkehrer- transport nach dem Staatsvertrag kam am 4. Juni 1955 in Wiener Neustadt an und als einer der letzten fuhr am 20. Juni 1955 ein Heimkehrerzug mit 184 Österreichern in Wiener Neustadt ein.

Der allerletzte Transport aus Russland kam am 25. Juni 1955 in Österreich an. Vereinzelt aber kehrten noch bis Jahresende 1956 einzelne Kriegsgefangenene aus sowjetischer Gefangenschaft nach Österreich zurück.

Viele dieser Männer, die zehn Jahre zuvor in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten waren, hatten in Einheiten gedient, die pauschal der begangenen Kriegsverbrechen beschuldigt wurden. Überdies finden sich unter den letzten Heimkehrern nicht wenige Menschen, die erst während der Besatzungszeit von den Sowjets in Österreich verhaftet, verurteilt und in Arbeitslager gebracht wurden.

Autor: Kurt Cerwenka


Dokumentation zur Ausstellung "Heimkehrer 1947" von Konsulent Kurt Cerwenka im Landeskulturzentrum Ursulinenhof, 2007.

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