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Sicherheit


Die Tage und Wochen nach dem Zusammenbruch waren chaotisch. Die Sicherheit der Zivilbevölkerung konnte auch von der Besatzungsmacht nicht gewährleistet werden. Die ehemaligen Gendarmen waren entweder belastet oder in Gefangenschaft. Die neu eingestellten hatten wenig Ausbildung und wurden von den Russen genau kontrolliert. So durften sie lange Zeit keine Uniformen und auch keine Waffen tragen. Die Angehörigen dieser Hilfspolizei trugen rotweiß-rote Armbinden mit der Aufschrift: „Polizei“ in Russisch und Deutsch. Die Personenanzahl der Hilfspolizei hing oft von der Laune des Ortskommandanten ab. In Freistadt zählte die Hilfspolizei oft bis zu 150 Mann.

Quelle: Merl, Edmund: Besatzungszeit im Mühlviertel. Anhand der Entwicklung im politischen Bezirk Freistadt (= Beiträge zur Zeitgeschichte Oberösterreichs 7). Linz 1980.



Die Zivilverwaltung Mühlviertel 1945-1955 und Johann Blöchl. Eine Dokumentation zur Ausstellung im Mühlviertler Schlossmuseum vom 27. Juni bis 30. August 2015.

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