Forum OÖ Geschichte

Die Anlagen zum "Grenzschutz"

Im Prinzip waren die Systeme an den Grenzen der DDR, der Tschechoslowakei und Ungarns Ă€hnlich aufgebaut. Einer Sperrzone unmittelbar an der Staatsgrenze, in der sich technische Hindernisse wie StacheldrahtzĂ€une, Metallgitter, Betonmauern, Minenfelder, BeobachtungstĂŒrme etc. befanden, schloss sich landeinwĂ€rts ein Grenzstreifen an. Aus diesem wurden "unzuverlĂ€ssige" Bevölkerungsteile abgesiedelt und teils durch regimetreue StaatsbĂŒrger ersetzt.

Die tschechoslowakische Sperrzone hatte eine Tiefe von bis zu zwei Kilometern und durfte nur von Soldaten des Grenzschutzes und Menschen mit Sondergenehmigung betreten werden. Die Grenzzone dahinter erstreckte sich fĂŒnf, in unzugĂ€nglichen Gebirgsregionen sogar bis zu 12 Kilometer ins Landesinnere. Wer hier wohnte, brauchte eine eigene Genehmigung, Besucher waren sorgfĂ€ltiger Beobachtung unterworfen.


Der "Eiserne Vorhang". Eine Dokumentation der Dauerausstellung im Ersten Stock des Green Belt Centers in Windhaag, 2015.

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