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Das Jahr 1948 – Eingrenzen: Der eiserne Vorhang teilt Europa


Der Eiserne Vorhang teilt Europa

Von Stettin bis Triest...
Von Stettin an der Ostsee bis Triest an der Adria hat sich ein Eiserner Vorhang quer durch den Kontinent gelegt.“ - Winston Churchill, 1946

Nachdem der „Eiserne Vorhang“ an unserer Nordgrenze nieder gegangen war, gab es nur mehr selten erfolgreiche Fluchtversuche.
Die wenigen gelungenen Versuche waren daher meist äußerst spektakulär. Die tschechischen Grenzorgane boten alle erdenklichen Mittel auf, um eine Flucht zu verhindern. So wurden die Grenzanlagen laufend verstärkt, der Drahtverhau immer dichter und auch die personelle Ausstattung perfektioniert. Die Grenzkontrollen wurden mit eigens dafür abgerichteten Hunden durchgeführt.

Die tote Grenze
An der Nordgrenze des Mühlviertels könnte die Welt einfach aufhören, und es wäre nicht viel anders, als es die meisten Bewohner an der Grenze zur Tschechoslowakei jetzt empfnden.

Die Grenze wurde immer als „tot“ bezeichnet und mit diesem Zustand lebte man Jahrzehnte. Hinüber verirrte sich manchmal eine neugierige Kuh oder ein verwirrter Schwammerlsucher, herüber kam nichts als gelegentlich ein Flüchtling und hinterher ein paar Gewehrkugeln.
 


Dokumentation der Sonderausstellung "Das Jahr 1948 – Eingrenzen: Der eiserne Vorhang teilt Europa" vom 28. Juli bis 26. August 2018 im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt.

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